{"id":51899,"date":"2017-07-08T08:32:11","date_gmt":"2017-07-08T06:32:11","guid":{"rendered":"https:\/\/cecconi.shop\/?page_id=51899\/"},"modified":"2017-07-08T08:32:11","modified_gmt":"2017-07-08T06:32:11","slug":"die-groedner-holzschnitzkunst","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/cecconi.shop\/de\/anri-tradition-und-berufung\/die-groedner-holzschnitzkunst\/","title":{"rendered":"Die Gr\u00f6dner Holzschnitzkunst"},"content":{"rendered":"<div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-one-full fusion-column-first fusion-column-last\" style=\"--awb-bg-size:cover;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-flex-column-wrapper-legacy\"><div class=\"fusion-title title fusion-title-1 fusion-title-text fusion-title-size-one\"><h1 class=\"fusion-title-heading title-heading-left fusion-responsive-typography-calculated\" style=\"margin:0;--fontSize:50;line-height:1.2;\"><h1>Holzschnitzkunst<\/h1><\/h1><span class=\"awb-title-spacer\"><\/span><div class=\"title-sep-container\"><div class=\"title-sep sep-single sep-solid\" style=\"border-color:#e0dede;\"><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-clearfix\"><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-2 nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling\" style=\"--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;\" ><div class=\"fusion-builder-row fusion-row\"><div class=\"fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-1 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-one-full fusion-column-first fusion-column-last\" style=\"--awb-bg-size:cover;\"><div class=\"fusion-column-wrapper fusion-flex-column-wrapper-legacy\"><div class=\"fusion-tabs fusion-tabs-1 classic nav-is-justified horizontal-tabs icon-position-left mobile-mode-accordion\" style=\"--awb-title-border-radius-top-left:0px;--awb-title-border-radius-top-right:0px;--awb-title-border-radius-bottom-right:0px;--awb-title-border-radius-bottom-left:0px;--awb-inactive-color:#f6f6f6;--awb-background-color:#ffffff;--awb-border-color:#eaeaea;--awb-active-border-color:#aa192b;\"><div class=\"nav\"><ul class=\"nav-tabs nav-justified\" role=\"tablist\"><li class=\"active\" role=\"presentation\"><a class=\"tab-link\" data-toggle=\"tab\" role=\"tab\" aria-controls=\"tab-9aa9c2546f87afddb76\" aria-selected=\"true\" id=\"fusion-tab-einegr\u00f6dnertradition\" href=\"#tab-9aa9c2546f87afddb76\"><h4 class=\"fusion-tab-heading\">Eine Gr\u00f6dner Tradition<\/h4><\/a><\/li><\/ul><\/div><div class=\"tab-content\"><div class=\"nav fusion-mobile-tab-nav\"><ul class=\"nav-tabs nav-justified\" role=\"tablist\"><li class=\"active\" role=\"presentation\"><a class=\"tab-link\" data-toggle=\"tab\" role=\"tab\" aria-controls=\"tab-9aa9c2546f87afddb76\" aria-selected=\"true\" id=\"mobile-fusion-tab-einegr\u00f6dnertradition\" href=\"#tab-9aa9c2546f87afddb76\"><h4 class=\"fusion-tab-heading\">Eine Gr\u00f6dner Tradition<\/h4><\/a><\/li><\/ul><\/div><div class=\"tab-pane fade fusion-clearfix in active\" role=\"tabpanel\" tabindex=\"0\" aria-labelledby=\"fusion-tab-einegr\u00f6dnertradition\" id=\"tab-9aa9c2546f87afddb76\">\n<p>Wie auch in anderen europ\u00e4ischen Berggebieten (Oberammergau, Berchtesgaden, Odenwald Erzgebirge und Meiringen) wurde auch in Gr\u00f6den bereits im fr\u00fchen Mittelalter mit der Holzverarbeitung begonnen. Waren es anfangs gedrechselte K\u00e4sesch\u00fcsseln und dergleichen, ging man bald dazu \u00fcber auch andere Gebrauchsg\u00fcter und kunstvolle Gegenst\u00e4nde herzustellen. Beispiele davon sind noch heute im Gr\u00f6dner Heimatmuseum in St. Ulrich ausgestellt.<\/p>\n<p>Der erste nachweisbare Bildhauer im Gr\u00f6dnertal war Christian Trebinger um 1615. Ebenfalls aus dieser Zeit stammt Melchior Vinazer, welcher bei Meister Worath in Brixen die Bildhauerei erlernte und von diesem am 22. Mai 1650 den Meisterbrief erhielt. Vier, vielleicht sogar sechs seiner S\u00f6hne wurden Bildhauer. Die bekanntesten sind Domenikus und Martin, die in Wien, Venedig und Rom ihre Ausbildung machten und deren Werke in Kirchen und Museen des gesamten Alpenraumes zu finden sind. Martin war es auch, der f\u00fcr die Gr\u00f6dner Holzschnitzer die ersten Modelle fertigte, die dann immer wieder mit mehr oder weniger Geschick nachgeschnitzt wurden: ein erstes Beispiel der schon lange \u00fcblichen Vorgangsweise Nachbildungen nach einem K\u00fcnstleroriginal anzufertigen.<br \/>\nAuf Grund der Lehrt\u00e4tigkeit der Vinazer breitete sich in wenigen Jahrzehnten die Schnitzkunst derart aus, dass es in Gr\u00f6den bereits im Jahre 1700 an die 50 Bildhauer gab.<\/p>\n<p>Eine bezeichnende Episode der Beliebtheit der Gr\u00f6dner Holzarbeiten ist aus dem Jahre 1877 \u00fcberliefert. Raubbau und Holzdiebstahl hatten den Rasch\u00f6tzer Wald oberhalb St. Ulrichs, einem nordseitig gelegenen Bannwald, derart dezimiert, dass die Regierung in Wien ein Dekret erlie\u00df um die Anzahl der Holzbildhauer und Schnitzer von 300 auf 150 Personen zu reduzieren.<br \/>\nDer Gemeinderat von St. Ulrich beschloss daraufhin in einer Dringlichkeitssitzung besondere Schutzma\u00dfnahmen f\u00fcr den Rasch\u00f6tzer Wald, worauf das Dekret von der Regierung in Wien wieder r\u00fcckg\u00e4ngig gemacht wurde: wohl eines der ersten historisch bekannten Beispiele beh\u00f6rdlich angeordneten Umweltschutzes.<\/p>\n<p>Um 1800 waren gut zwei Drittel der Gr\u00f6dner Bev\u00f6lkerung\u00a0 mit der Bildhauerei oder dem Holzkunsthandwerk besch\u00e4ftigt. An Stelle von Almk\u00e4se, Loden und Spitzen waren es nun Holzschnitzereien die von Gr\u00f6den aus in die ganze Welt geliefert wurden. Die Erzeugnisse jener Zeit setzten sich sowohl aus kirchlichen Arbeiten als auch aus Uhrenst\u00e4ndern, Holzpuppen und Spielwaren zusammen.<\/p>\n<p>In den Anf\u00e4ngen erfolgte der Vertrieb fast ausschlie\u00dflich \u00fcber den Wanderhandel. Besonders in der ersten H\u00e4lfte des 19. Jahrhunderts zogen viele Gr\u00f6dner mit ihren \u201eKraxen\u201c quer durch Europa und insbesondere durch die Mittelmeerl\u00e4nder, deren romanische Sprachen ihrem R\u00e4toromanisch am \u00e4hnlichsten waren.<br \/>\nIm Jahr 1864 gab es in den verschiedensten europ\u00e4ischen L\u00e4ndern bereits \u00fcber 100 Gr\u00f6dner Niederlassungen, und in den meisten F\u00e4llen \u00fcberlie\u00dfen die Gr\u00fcnder diese Firmen ihren Nachkommen und kehrten im Alter wohlhabend und angesehen in ihre Heimat zur\u00fcck.<br \/>\nAls mit dem Aufkommen der Eisenbahn der Direktversand m\u00f6glich wurde, wurden viele dieser Niederlassungen wieder aufgelassen. Diese Entwicklung brachte der Gr\u00f6dner Holzschnitzerei allerdings nicht nur neuen Aufschwung, sondern auch manch soziale Nachteile: Immer \u00f6fter kopierten allzu gesch\u00e4ftst\u00fcchtige Gr\u00f6dner Unternehmer sich gegenseitig ihre Modelle und es entstanden erbitterte Konkurrenzk\u00e4mpfe, deren Folgen sowohl Qualit\u00e4tsverlust al auch geminderte Einkommen f\u00fcr Heimarbeiter mit sich brachten. Daraus resultierend suchten immer mehr K\u00fcnstler und Handwerker ihr Gl\u00fcck in der Selbst\u00e4ndigkeit und brachten damit wieder neuen Aufschwung ins Tal.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die Bildhauer in Gr\u00f6den haupts\u00e4chlich damit besch\u00e4ftig waren Alt\u00e4re, Statuen und Kircheneinrichtungen herzustellen und in alle Welt zu verkaufen, schnitzten die Heimarbeiter vornehmlich Spielzeug. Dabei spielten insbesondere Gliederpuppen, Pferdchen und bewegliche Tiere und Figuren eine gro\u00dfe Rolle. Bald wurden diese Erzeugnisse in so gro\u00dfen Mengen und minderer Qualit\u00e4t hergestellt, dass bei den Lieferungen der Heimarbeiter gar nicht mehr gez\u00e4hlt sondern nur mehr gewogen wurden. Die Gliederpuppen wurden haupts\u00e4chlich\u00a0 nach England exportiert, wo man sie bekleidet und als \u201eDutch Dolls\u201c in die USA weiterverkaufte.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><div class=\"fusion-text fusion-text-1\"><p><em>von Edmund Dellago &#8211; \u00a9ANRI<\/em><\/p>\n<\/div><div class=\"fusion-clearfix\"><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":44334,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-51899","page","type-page","status-publish","hentry"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO Premium plugin v27.0 (Yoast SEO v27.0) - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-premium-wordpress\/ -->\n<title>Die Gr\u00f6dner Holzschnitzkunst - Cecconi<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/cecconi.shop\/de\/anri-tradition-und-berufung\/die-groedner-holzschnitzkunst\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Die Gr\u00f6dner Holzschnitzkunst\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/cecconi.shop\/de\/anri-tradition-und-berufung\/die-groedner-holzschnitzkunst\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Cecconi\" \/>\n<meta property=\"article:publisher\" content=\"https:\/\/www.facebook.com\/AnriStore\/\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"5\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\/\/cecconi.shop\/de\/anri-tradition-und-berufung\/die-groedner-holzschnitzkunst\/\",\"url\":\"https:\/\/cecconi.shop\/de\/anri-tradition-und-berufung\/die-groedner-holzschnitzkunst\/\",\"name\":\"Die Gr\u00f6dner Holzschnitzkunst - Cecconi\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/cecconi.shop\/de\/#website\"},\"datePublished\":\"2017-07-08T06:32:11+00:00\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\/\/cecconi.shop\/de\/anri-tradition-und-berufung\/die-groedner-holzschnitzkunst\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\/\/cecconi.shop\/de\/anri-tradition-und-berufung\/die-groedner-holzschnitzkunst\/\"]}]},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\/\/cecconi.shop\/de\/anri-tradition-und-berufung\/die-groedner-holzschnitzkunst\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"ANRI \u2013 Tradition und Berufung\",\"item\":\"https:\/\/cecconi.shop\/de\/anri-tradition-und-berufung\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Die Gr\u00f6dner Holzschnitzkunst\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\/\/cecconi.shop\/de\/#website\",\"url\":\"https:\/\/cecconi.shop\/de\/\",\"name\":\"Cecconi\",\"description\":\"Fine Arts &amp; 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